Weingärten und Keller
sind der Lebensraum
für uns und unsere Weine.
   
  Weingärten

Zwischen den Weingärten und den Weinen, die sie hervorbringen besteht eine geschmackliche Wechselbeziehung. Pinot Noir-Trauben im australischen Clare Valley sehen genauso aus wie die vom Pernersdorfer Johannisberg. Doch die vom gleichen Winemaker hergestellten Burgunder Weine schmecken völlig anders.
 


Boden und Klima machen den Unterschied!

Wo im Tertiär die Wogen des Urmeeres Paratethys anbrandeten liegen heute unsere Weingärten auf den Hängen des breiten Pulkautales. Mit etwas Glück in den Feldweingärten zu findende fossile Reste vom Muscheln, Schnecken und Wirbeltieren bezeugen, dass es sich bei den Niederungen des westlichen Weinviertels um die Reste des Molassemeeres handelt. Vorwiegend sind es lockere Sedimentgesteine wie Tone, Schluffe - optimal für Grüner Veltliner und Zweigelt Reben - Sand, Kiese und auch Kalke, die ein besonders guter Boden für alle Burgunderrebsorten sind.

Das geologische Ausgangsmaterial wird jedoch erst durch die Einwirkung von Lebewesen zum nährenden Boden unserer Reben. Bakterien erleichtern den Reben die Aufnahme von Mineralstoffen. Pilze stabilisieren Bodenpartikel, und verstärken dadurch die Belüftung des Bodens. Gräser schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und geben bei ihrer Zersetzung Stickstoffverbindungen an den Boden ab. Die Unterstützung des Bodenlebens durch schonende Bodenbearbeitung und gezielte Gründüngung mit rebholden Pflanzen, deren Blüten Nützlinge anlocken um Schädlinge auf biologische Art zu bekämpfen, ist eine der grundlegenden Aufgaben in unseren Weingärten.

Nach dem Boden zählt vor allem die Lage der Weingärten. Das Pulkautal gehört zu den sonnenreichsten und niederschlagärmsten Gegenden Österreichs, obwohl der ursprüngliche Name „Pulkaha“ auf ein oft Hochwasser führendes Gewässer hinweist. Die Niederschläge schwanken im Bereich von 450 bis 500 Millimeter und fallen im Sommer – bei kurzen, aber kräftigen Gewitterregen. Der kontinentale Einfluss und die daraus resultierenden klaren, kühlen Herbstnächte verhindern eine vorzeitige Veratmung der Aromastoffe in den Beeren. Die Herbste sind meist trocken, wodurch es nur in Ausnahmejahren zu einem verstärkten Auftreten von Botrytis auf den Trauben kommt. Ideale Bedingungen für unsere fruchtbetonten Weißweine und feingliedrigen Rotweine.

   
   
  Keller

Was für die Trauben die Rebstöcke, das sind für die Weine der Keller: ein Zuhause, in dem sie die nötige Zeit bekommen, um ihre Persönlichkeiten in Edelstahl oder Eichenholz zu entfalten.

 


Von der Qualität des Traubengutes ausgehend, ist unser verfolgtes Ziel den Weinen keinen Stil aufzuzwingen, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Herkunft, den Bodencharakter und den Jahrgang ganz individuell auszuspielen, um langlebige, authentische und vielschichtige Weine zu kreieren.

Geduld, die Liebe zum Detail, das individuelle Gefühl für jeden Wein und eine erfahrene aber doch mitunter experimentierfreudige Winzerhand sind Ausschlag gebend für das Wunder Wein. Hier ist direkt nichts mehr planbar, denn jeder Arbeitsschritt muss für jeden Wein einzeln abgestimmt sein, denn nur so ist sicher gestellt, dass er zu höchster Qualität gelangen kann. Während der Ernte ist vor allem auch das Timing wichtig und deshalb wird im Team fast rund um die Uhr gearbeitet, um alles auch zum richtigen Zeitpunkt durchführen zu können.
Stehen die Türen zum Preßhaus oder Keller offen in den einzigartigen Weinviertler Kellergassen, diese „Dörfer ohne Rauchfang“, wie sie ein Dichter einmal genannt hat, so ist jeder Vorbeigehende gerne zu einem Glas Wein eingeladen!